Ab wann kann man Babys welche Milchprodukte geben?

Von Jan am 27/04/2020 in Erziehung

Grade frischgebackene Eltern stehen häufig vor dem Problem, ab wann die Kleinen was zu sich nehmen dürfen. Da sich die Empfehlungen was Kuhmilch betrifft aber immer wieder ändern, sollte man im ersten Jahr auf Kuhmilch komplett verzichten, da sind sich die meisten Experten einig. Vielmehr wird empfohlen das Baby in diesem ersten Lebensjahr mit Muttermilch oder künstliche, auf das Alter und die Bedürfnisse abgestimmte Säuglingsmilch zu füttern.

Allerdings spricht ab dem 6. Monat nichts dagegen, geringe Mengen, maximal 200ml/g Kuhmilch, anzubieten. Pflanzenmilch wie Soja- und Reismilch, Milch anderer Tiere wie Schafs- oder Ziegenmilch, unbehandelte Rohmilch und Milch mit einem geringeren Fettanteil sind als ungeeignet an zu sehen in diesem Alter. Den Milchbrei kann man also guten Gewissens mit einer regulären Vollmilch anrühren, allerdings sollte auf weitere Milchprodukte dann verzichtet werden.

Ab Wann kann man Babys verarbeitete Milchprodukte anbieten?

Generell spricht nichts dagegen bereits ab dem 6. Monat statt der Milch 200g Naturjoghurt pur oder mit Früchten gemischt, denn Fruchtjoghurts enthalten fast immer zu viel Zucker, zu geben oder milden salzarmen Käse anzubieten, von Letzterem allerdings nicht mehr als 30g.

Nach und nach kann die Menge an Milch gesteigert werden. Ab dem 1.Lebensjahr werden 300ml/g empfohlen, die nicht überschritten werden sollten. Wenn Kuhmilch gegeben wird, nach Möglichkeit ab da nur noch welche mit einem Fettgehalt von 1,5%.

Auch die Menge an verarbeiteten Lebensmitteln kann nun erhöht werden.

Nun darf ruhig 125g Quark oder auch Sahne, allerdings nicht mehr als 20ml auf dem Speiseplan stehen. Und auch die Menge an Käse kann nun auf 60 verdoppelt werden. eine Mindestverzehrsmenge an Milchprodukten gibt es im Übrigen nicht.

Eine Übermäßige Zufuhr an Milchprodukten kann allerdings zu einem unausgeglichenen Eiweiß-Kohlenhydratverhältnis kommen, die Ernährung ist nicht mehr ausgewogen und ein Eiweißüberkonsum kann ebenso wie übermäßiger Zuckerkonsum zu Fettleibigkeit im Grundschulalter führen.

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